Der letzte Linke: Warum ich mal rechts war

Zur Zeit überschwemmen rechte Videos meinen Instagram-Feed. Vor allem junge Männer sind zu sehen und die erzählen dann mit einem ich-weiß-es-ganz-genau-Gesicht von den Statistiken, die zeigen, dass Araber und Nafris dumm und böse sind und dass der Feminismus die Geburtenrate in Deutschland zerstört. Zum Glück benutze ich Social Media nur noch auf dem Rechner. Dadurch habe ich etwas Abstand dazu. Aber die Videos regen mich trotzdem sehr auf. Das liegt glaube ich nicht nur daran, dass sie so so viel Unsinn verbreiten, den dann auch noch ein Viertel der deutschen Bevölkerung zu glauben scheint.

Der A-Block

Sie machen mich auch darum wütend, weil sie etwas in mir berühren. Weil ich dieser Art zu denken eine Zeit lang selbst nahe war. Das war in etwa, als  ich zwischen 16 und 18 Jahren alt war. 

„Der letzte Linke: Warum ich mal rechts war“ weiterlesen

Die Gefühle unserer Friends

Ich gebe zu, ich liebe die Serie Friends. Gerade schaue ich sie schon wieder. Zum siebten Mal, glaube ich. Und es macht immer wieder Spaß. Allerdings merke ich auch, dass etwas daran heute schief wirkt. Nicht falsch oder empörend. Eher irritierend.

Diese Irritation hat viel mit dem Umgang mit den Gefühlen der anderen zu tun, wie es in der  Serie vorgelebt wird. Besonders deutlich wird das in der Folge, in der Ross eifersüchtig ist, weil Rachel auf der Arbeit enger mit einem Kollegen zu tun hat.

„Die Gefühle unserer Friends“ weiterlesen

Gutes Buch: „Zerstörungslust“

Ich habe gerade „Zerstörungslust“ von Amlinger und Nachtwey fertiggelesen. Es ist sehr sehr anregend und insgesamt empfehlenswert. Es gab ein paar Teile, die mich aber gestört haben. Ich werde mal erzählen, was das war und vor allem, was ich an dem Buch so gut fand. Das Buch enthält Unmengen an Daten und Theorien. Darum kann ich hier nur herauspicken, was ich besonders interessant fand.

„Gutes Buch: „Zerstörungslust““ weiterlesen

Ergänzungen zu meinem Artikel in der Zeit

Es ist eher nervig, wenn ein sorgfältig formulierter Text – verfasst auch mit Unterstützung eines klugen Redakteurs – in der Kommentarspalte ein Eigenleben entwickelt. Plötzlich tauchen Argumente auf, die man selbst nie geäußert hat, oder Behauptungen, die sich mit einem simplen Blick in die Statistik widerlegen ließen. Manche Einwände sind pure Polemik, manche schlicht Fake News – doch einige sind ernst gemeint und verdienen eine sachliche Antwort. Einige dieser Einwände möchte ich hier aufgreifen.

„Ergänzungen zu meinem Artikel in der Zeit“ weiterlesen

Wie Hobbes, nur in dumm

Ich habe Curtis Yarvin gelesen. Den Vordenker von sehr mächtigen Leuten in den USA. Es war frustrierend.

Eine ganze Reihe von Leuten, die sehr viel Macht haben, sind schwer beeinflusst von dem Blogger Curtis Yarvin. Vizepräsident Vance und der Tech-Milliardär Peter Thiel sind bekannte Anhänger von Yarvins Ideen. Auch der der reichste Mann der Welt Elon Musk scheint von ihm beeinflusst zu sein. Ich werde  hier einen seiner Texte vorstellen: „A formalist Manifesto“ aus dem Jahr 2007.

„Wie Hobbes, nur in dumm“ weiterlesen

Darf man das fragen?

Darf man eine Person mit dunklerer Haut oder krauseren Haaren fragen: „wo kommst du her?“ Ich habe schon mehrere Male erlebt, dass diese und ähnliche Fragen ganz schlecht diskutiert wurden. Die Diskussion hat sich dann in genau zwei Pole aufteilt. Die einen sagen, man soll auf keinen Fall fragen, weil man die Person damit ausgrenzt. Die anderen meinen, man solle unbedingt fragen, weil, was soll der Quatsch? Ich finde es ja allgemein super, dass so was besprochen wird. Darum hier mein Versuch, die Diskussion zu verbessern.

„Darf man das fragen?“ weiterlesen

Woker woke sein

Am 12ten Mai erschien in der Taz mein Artikel „Woker woke sein“. Darin versuche ich, eine sachlichere Position zum Thema Wokeness zu finden. Es geht um die Frage, warum auch bei Frauen und Menschen mit Migrationsgeschichte Wokeness eher unbeliebt ist. Dafür sehe ich zwei Gründe: (vor allem) antiwoke Propaganda und eine aggressive Form der „Wokeness“. Letztere kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein, aber oft ist sie auch klassistisch und kontraproduktiv. Hier auf Taz lesen. Wer mag, kann für den Kontext auch noch meinen Zeit-Artikel zum Thema anti-woke Propaganda lesen.

Ich füge auch noch den weniger gekürzten Text unten ein:

Woker woke sein

Ein Großteil der deutschen Bevölkerung mag Wokeness nicht. Viele hassen sie sogar.

„Woker woke sein“ weiterlesen

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑