Ich hatte also eine Zeit, in der ich Sympathien für rechte Ideen hatte. Und doch bin ich ein Linker geworden. Und zwar recht ausdauernd. Wie kam das? Weil ich nach langer, präziser Analyse von Weltlage und Menschheitsgeschichte verstanden habe, dass die linken Sichtweisen die klügeren sind. Spaß! In Wirklichkeit war meine Entscheidung hauptsächlich gefühlsgetrieben. Klar habe ich analysiert und nachgedacht. Aber Gefühle haben eine entscheidende Rolle gespielt.
„Wie Reggae und ein Typ namens Atilla mich zum Linken gemacht haben“ weiterlesenBoxen hat meiner Männlichkeit gut getan
Aus meiner Reihe: Der letzte Linke. Darin blogge ich wie in den Neunzigern übers Links sein und wie schlau das ist.
Toxische Männlichkeit ist scheiße. Dass Männer immer stark sein müssen und führen sollen, während Frauen fürsorglich und gehorsam sind und angeblich sein wollen, das sind dumme Vorstellungen, die wir überwinden sollten. Sie schaden auch Männern.
Gleichzeitig habe ich lange geboxt. Einmal wurde ich sogar Berliner Vizemeister im Kickboxen. Allerdings musste ich dazu auch nur zwei Kämpfe machen, von denen ich einen verlor. Aber ich erzähle die Geschichte trotzdem gerne. Sicher, weil ich mich dabei besonders männlich fühle. Mutig und stark und bereit, sich zu wehren. Manche würden das als toxisch männlich bezeichnen. Das kann ich auch nachvollziehen, weil Härte eine große Rolle dabei spielt:
„Boxen hat meiner Männlichkeit gut getan“ weiterlesenDer letzte Linke: Warum ich mal rechts war
Zur Zeit überschwemmen rechte Videos meinen Instagram-Feed. Vor allem junge Männer sind zu sehen und die erzählen dann mit einem ich-weiß-es-ganz-genau-Gesicht von den Statistiken, die zeigen, dass Araber und Nafris dumm und böse sind und dass der Feminismus die Geburtenrate in Deutschland zerstört. Zum Glück benutze ich Social Media nur noch auf dem Rechner. Dadurch habe ich etwas Abstand dazu. Aber die Videos regen mich trotzdem sehr auf. Das liegt glaube ich nicht nur daran, dass sie so so viel Unsinn verbreiten, den dann auch noch ein Viertel der deutschen Bevölkerung zu glauben scheint.
Der A-Block
Sie machen mich auch darum wütend, weil sie etwas in mir berühren. Weil ich dieser Art zu denken eine Zeit lang selbst nahe war. Das war in etwa, als ich zwischen 16 und 18 Jahren alt war.
„Der letzte Linke: Warum ich mal rechts war“ weiterlesenBloggen wie in den Neunzigern: Der letzte Linke
Ich habe große Lust, nicht immer für eine Zielgruppe oder einen Redakteur zu schreiben, sondern einfach, wie es mir gefällt. Und ich habe Lust übers Linkssein zu schreiben. Das beschäftigt mich schon lange.
Darum beginne ich heute meinen Blog „Der letzte Linke“. Den könnt ihr hier lesen. Viel Spaß.
„Bloggen wie in den Neunzigern: Der letzte Linke“ weiterlesenHandreichung Klassismus
Für die Bundeszentrale für politische Bildung habe ich bei einer Handreichung über Klassismus mit Übungen mitgearbeitet. Sie ist hier kostenfrei herunterladbar.
Die wahren Gründe der Jungenkrise
Ich habe am 16ten Februar für die Zeit über die Jungenkrise geschrieben. Sie resultiert nachweislich aus Strukturwandel und sozialer Ungleichheit, nicht aus einer angeblichen „Entmännlichung“ oder „woker Indoktrination“.
Hier lesen.
Zeitschriftenaufsatz: Verflochtene Ordnungen
Für die Zeitschrift „Überblick“ habe ich einen Artikel über die Verflechtung von Klassismus und Rassismus geschrieben. Hier lesen.
Die Gefühle unserer Friends
Ich gebe zu, ich liebe die Serie Friends. Gerade schaue ich sie schon wieder. Zum siebten Mal, glaube ich. Und es macht immer wieder Spaß. Allerdings merke ich auch, dass etwas daran heute schief wirkt. Nicht falsch oder empörend. Eher irritierend.
Diese Irritation hat viel mit dem Umgang mit den Gefühlen der anderen zu tun, wie es in der Serie vorgelebt wird. Besonders deutlich wird das in der Folge, in der Ross eifersüchtig ist, weil Rachel auf der Arbeit enger mit einem Kollegen zu tun hat.
„Die Gefühle unserer Friends“ weiterlesenGutes Buch: „Zerstörungslust“
Ich habe gerade „Zerstörungslust“ von Amlinger und Nachtwey fertiggelesen. Es ist sehr sehr anregend und insgesamt empfehlenswert. Es gab ein paar Teile, die mich aber gestört haben. Ich werde mal erzählen, was das war und vor allem, was ich an dem Buch so gut fand. Das Buch enthält Unmengen an Daten und Theorien. Darum kann ich hier nur herauspicken, was ich besonders interessant fand.
„Gutes Buch: „Zerstörungslust““ weiterlesenMein Finfluencer-Text in der Taz
Am 19.8.2025 ist mein Text über Finfluencer und Gary Stevenson in der Taz erschienen.
Ergänzungen zu meinem Artikel in der Zeit
Es ist eher nervig, wenn ein sorgfältig formulierter Text – verfasst auch mit Unterstützung eines klugen Redakteurs – in der Kommentarspalte ein Eigenleben entwickelt. Plötzlich tauchen Argumente auf, die man selbst nie geäußert hat, oder Behauptungen, die sich mit einem simplen Blick in die Statistik widerlegen ließen. Manche Einwände sind pure Polemik, manche schlicht Fake News – doch einige sind ernst gemeint und verdienen eine sachliche Antwort. Einige dieser Einwände möchte ich hier aufgreifen.
„Ergänzungen zu meinem Artikel in der Zeit“ weiterlesenDeutschland wird auch durch den Sozialstaat verteidigt
In meinem neuen Text für die Zeit argumentiere ich, dass Verteidigung notwendig ist. Vor allem gehört dazu aber auch eine Verteidigung der inneren Sicherheit. Dazu gehört, dass es Arbeitenden, Armen und der Mittelschicht gut geht. Das macht eine Gesellschaft resilient gegen Extremisten. Erschienen am 11ten August 2025. Hier lesen.
Wie Hobbes, nur in dumm
Ich habe Curtis Yarvin gelesen. Den Vordenker von sehr mächtigen Leuten in den USA. Es war frustrierend.
Eine ganze Reihe von Leuten, die sehr viel Macht haben, sind schwer beeinflusst von dem Blogger Curtis Yarvin. Vizepräsident Vance und der Tech-Milliardär Peter Thiel sind bekannte Anhänger von Yarvins Ideen. Auch der der reichste Mann der Welt Elon Musk scheint von ihm beeinflusst zu sein. Ich werde hier einen seiner Texte vorstellen: „A formalist Manifesto“ aus dem Jahr 2007.
„Wie Hobbes, nur in dumm“ weiterlesenDarf man das fragen?
Darf man eine Person mit dunklerer Haut oder krauseren Haaren fragen: „wo kommst du her?“ Ich habe schon mehrere Male erlebt, dass diese und ähnliche Fragen ganz schlecht diskutiert wurden. Die Diskussion hat sich dann in genau zwei Pole aufteilt. Die einen sagen, man soll auf keinen Fall fragen, weil man die Person damit ausgrenzt. Die anderen meinen, man solle unbedingt fragen, weil, was soll der Quatsch? Ich finde es ja allgemein super, dass so was besprochen wird. Darum hier mein Versuch, die Diskussion zu verbessern.
„Darf man das fragen?“ weiterlesenWarum gerade jetzt die Anschläge?
Dschihadisten führen Anschläge gerade vor der Bundestagswahl durch, weil sie die AfD und den Rassismus in Deutschland stärken wollen. Dafür spricht vieles.
„Warum gerade jetzt die Anschläge?“ weiterlesenDie Zukunft der Wokeness
Mein Essay über die Zukunft der Wokeness ist am 15. Februar 2025 erschienen. Freue mich. Der Titel auf Zeit-Online ist allerdings etwas missverständlich und stammt nicht von mir.
Warum die im Osten so sind
Mein Text über Müllensiefens neuen Roman „Schnall dich an, es geht los“ im Tagesspiegel und wie man damit den Osten ein bisschen besser versteht. Hier lesen.
Wokeness: Warum der dritte Stuhl der schlaueste ist
Ich schließe meine Textreihe über Wokeness hier mit einem kurzen Blogbeitrag ab. Darin erklärte ich, was ich mit „aggressiver Wokeness“ meine, und warum nicht der Platz am Boden sondern das Einnehmen einer dritten Position das Schlauste ist.
„Wokeness: Warum der dritte Stuhl der schlaueste ist“ weiterlesenWoker woke sein
Am 12ten Mai erschien in der Taz mein Artikel „Woker woke sein“. Darin versuche ich, eine sachlichere Position zum Thema Wokeness zu finden. Es geht um die Frage, warum auch bei Frauen und Menschen mit Migrationsgeschichte Wokeness eher unbeliebt ist. Dafür sehe ich zwei Gründe: (vor allem) antiwoke Propaganda und eine aggressive Form der „Wokeness“. Letztere kann in bestimmten Fällen sinnvoll sein, aber oft ist sie auch klassistisch und kontraproduktiv. Hier auf Taz lesen. Wer mag, kann für den Kontext auch noch meinen Zeit-Artikel zum Thema anti-woke Propaganda lesen.
Ich füge auch noch den weniger gekürzten Text unten ein:
Woker woke sein
Ein Großteil der deutschen Bevölkerung mag Wokeness nicht. Viele hassen sie sogar.
„Woker woke sein“ weiterlesenPatriotismus ja oder nein?
Mein in der Taz vor einiger Zeit veröffentlichter Text über Patriotismus wurde von Civey zitiert. Ich bekam auch gleich Schwurbler-Mail. Hier könnt Ihr ihn nachlesen.
Anti-Wokeness: Kulturkampf für immer
Am 12.2.2024 habe ich für Zeit-Online über den Krieg gegen die Wokeness geschrieben. Hier zu sehen.
Klassismus ist mehr als nur ein Vorurteil
Für die Jacobin habe ich darüber geschrieben, warum Klassismus ein wichtiges Konzept ist, das Ökonomie und Kulturelles vereinigt. Hier lesen.
Die smarte Planwirtschaft
Mit Christoph Sorg gemeinsam habe ich am 25.6.2023 für Zeit-Online einen Text über demokratische Wirtschaftsplanung geschrieben. Hier lesen.
Empfehlung: Podcast Future Histories
Wer sich für demokratische Planwirtschaft interessiert, wird beim Podcast Future Histories sehr viel Interessantes finden. Der Macher ist der sehr freundliche und kompetente Jan Groos.
Unseriöse Botschaft
Am 15.6.2023 habe ich etwas Kurzes und Kritisches über die gerade erschienene Männlichkeitsstudie von Plan International in der Taz veröffentlicht.