It’s the economy, stupid!

Erschienen im „OXI“, am 20.5.2016.

oxi

Nicht ihre fehlende Bereitschaft für soziale Rechte zu kämpfen, ist das Problem der Partei DIE LINKE, sondern die sachlich gesehen völlig unberechtigte negative öffentliche Einschätzung ihrer Wirtschaftskompetenz.

Hier lesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Die Zerrspiegel der Rechten zerbrechen

993399_522106987878037_98423749_nErschienen auf „Islamiq.de“, am 7.5.2016. Außerdem wurde der Artikel ins Türkische übersetzt für die Mai-Ausgabe des Magazins „Perspektif“.

Mit der „Flüchtlingskrise“ erstarkt in Europa zusehends die Rechte. Hier erklärt ich, wie diese Krise überwunden werden und wie die Kenntnis der (Flüchtlings-) Geschichte Deutschlands dabei helfen kann.

Hier lesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Rassismus und Kulturrassismus, Was wir tun können

Entlohnung nach Einsatz und Verzicht

Veröffentlicht am 14.4.2016 auf SchwarzerSchmetterling.net
pareconWer gerne die Welt retten würde, die muss sich Gedanken machen, durch was sich der Kaptalismus ersetzen ließe. Ein Beispiel dafür ist das Wirtschaftssystem „Parecon“. Ich beschreibe hier kurz das Gesamtkonzept, und etwas ausführlicher dessen Vorstellung einer Entlohnung, die sowohl gerechter als auch stärkere Anreize setzt (beides hängt zusammen) als die kaptialistischen Entlohnungsweisen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Was wir tun können

Interview: Deutschland war nie homogen

8ff1d80e6b903b9c5ddf5e61de94359b_400x400Im „Freitag“ vom 7.April befrage ich den Historiker und Migrationsforscher zur Frage, wie homogen Deutschland früher war. Die Antwort fällt eindeutig aus: Gar nicht. Das erklärt an sehr anschaulichen Beispielen aus dem Vereinsleben und dem Verhalten deutscher Immigranten in Amerika.

Hier lesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Nationales

Denken als Schulfach

Veröffentlicht am 30. März auf SchwarzerSchmetterling.net.

SchmetterlingDas Nivau, auf dem derzeit öffentlich diskutiert wird, ist erschreckend niedrig. Ein Mittel dagegen könnte die Einführung des Schulfachs „Denken“ sein. An einigen Beispielen zeige ich, welche prominenten Denkfehler diskutiert werden könnten. Beispielsweise der „Naturalistische Fehlschluss“ oder das Problem der „anekdotischen Evidenz“.

Hier lesen

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Was wir tun können

Die Verteidigung der Volksgesundheit

Erschienen am 31.3.2016 im „Migazin“

 

UnbenanntDie sächsische AfD möchte, dass Kunst einen „positiven Bezug zur Heimat“ schafft. Das hört sich erst einmal freundlich und harmlos an. Denkt man aber den Umkehrschluss mit, zeigt sich, dass das ganz schön rechtsextrem ist. Ich zeige hier warum und was das mit einem protototalitärem und bei Mitgliedern der AfD beliebt zu sein scheinenden Konzept von „Volksgesundheit“ zu tun hat.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Nationales, Rassismus und Kulturrassismus

10 Thesen zur Flüchtlingsfrage

(Erschienen im Freitag am 17.2.2016)

8ff1d80e6b903b9c5ddf5e61de94359b_400x400Die derzeitige politische Polarisierung um die Flüchtlings- und Islamfrage ist ungeheuer gefährlich. Linke wie Rechte beziehen sich in ihrer Argumentation auf Extrempositionen der Gegenseite.
Man hält diametral dagegen, um einen Ausgleich herzustellen. Das ist nachvollziehbar. Allerdings ist der Gegensatz der linken, „weltfremden Gutmenschen“ zu den Rechten als verbohrte und rassistische Chauvinisten einer, der nicht unbedingt der Realität entspricht. Beide Seiten bringen teils sehr vernünftige Argumente an. Hier dazu einige Thesen, die zwischen den Positionen vermitteln sollen:

weiterlesen

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Was wir tun können

Differenzierung oder Barbarei

(Erschienen im Migazin am 19. Februar 2016)

UnbenanntWir stehen derzeit wohl am Anfang einer unberechenbaren Entwicklung. In den deutschen Zeitungen lässt sich derzeit eine gefährlich Polarisierung beobachten. Das könnte der Anfang einer gefährlichen und unberechenbaren Entwicklung sein.  Was dagegen hilft, ist nicht das bloße Dagegenhalten, sondern Differenzierung.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Was wir tun können

Solidarität ist fast immer besser als Hass

Independent.ie

Foto: Independent.ie

Für mich waren es weder die Geschichten über die Brandsätze gegen Flüchtlingsheime überall in Deutschland, noch das Bild des ertrunkenen Jungen mit dem roten T-Shirt. Was mich wirklich getroffen hat, war die “Stolperszene”. Als Osama al-Abdelmohsen mit seinem verzweifelt heulenden Sohn auf dem einen Arm und einem Biomarkt-Einkaufsbeutel am anderen versucht, die Grenze von Ungarn aus zu überqueren, und er von einer ungarischen Kamerafrau zum Stolpern gebracht wird. Als ich das gesehen habe, musste ich aus Wut und Trauer weinen. Wenn ich dabei gewesen wäre, ich hätte die Frau wohl angegriffen. Und das ist emotional sicher gerechtfertigt. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Was wir tun können

Nach Unten treten

Eigener Text, erschienen im Migazin

Die rechten Flüchtlingsfeinde als „neue Asoziale“ zu bezeichnen kann emotional befriedigend sein. Es ist aber auch klassistisch und verzerrt die Sachlage

Oberseite_der_Bierdose_S1050038In der Huffpost erschien im Juli ein Artikel, bei dem es während des Lesens schwer viel, nicht „Ja“ und „Genau!“ vor sich hin zu jubeln. Es geht darin um „Die neuen Asozialen“. Um die deutschen Flüchtlingsgegner, mit denen die Autorin Sabrina Hoffman, eine „Chefin vom Dienst“ der Huffpost, zu Recht hart ins Gericht geht. Sie spricht darin das Offensichtliche aus, dass nämlich ein Großteil der Fremdenfeinde, die mit Sarrazin glauben, dass Deutschland durch „Ausländer“ immer dümmer wird, selbst furchtbar dumm, oder besser ignorant sind. Desweiteren sind sie herzlos. So schreibt Hoffmann: “Sie sehen nur sich selbst. Und die Probleme, die sie bekommen könnten, wenn eines Tages zu viele Zuwanderer in Deutschland leben. Sie verstehen nicht, was Menschlichkeit ist. Sie stehen mit dem Kopf zur Wand und sehen nur Tapete.“

Das ist sehr schön und treffend gesagt und spricht vielen aus dem Herzen. Der Artikel wurde binnen kurzer Zeit tausende Male auf Facebook geteilt.

Und doch gibt es schwerwiegende Probleme damit. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Allgemein

Unsichtbare Superdikaturen

Text von mir, erschienen bei Telepolis (hier leicht verändert, wg. Google)


Die Idee vieler Verschwörungstheoretiker, dass es ein im geheimen agierende und fast allmächtige Diktatur, ist real nicht durchführbar

Verschwörungstheorien können töten. In Deutschland sterben immer wieder Kinder, weil sie auf der Grundlage einer Verschwörungstheorie nicht gegen Masern geimpft werden. Und ohne beides gleichsetzen zu wollen: Der mörderische Hass der Nazis loderte auch darum so hell, weil diese von einer umfassende Verschwörung des weltweiten Judentums überzeugt waren.

45366_1Und doch lässt sich die Welt nicht ohne konspirative Vorgänge verstehen: Von der Verteidigungslüge der Deutschen im Blitzkrieg gegen Polen, bis zur Selbstverständlichkeit, dass sich reiche Eliten verbünden, um ihr Interesse (auch im Geheimen) durchzusetzen, wie es beispielsweise Björn Wendt in seinem Buch Die Bilderberg-Gruppe recht genau nachzeichnet. Weiterlesen

2 Kommentare

Eingeordnet unter Unkluge Verschwörungstheorien

Warum uns Facebook so furchtbar wichtig ist

Facebook_like_thumbFacebook ist ein bisschen wie Mc Donalds: Alle schimpfen darüber und tun es doch. Wobei mir persönlich McDonalds egal ist, während die Drohung, Facebook zu verlieren, mir solche Sorgen macht, dass ich mich schon des Nachts beim Grübeln ertappt habe. Derzeit bereite ich meinen „Wegzug“ nach Diaspora vor, wie einen Umzug in ein fremdes Land, wo ich keinen kenne, und ich höchstwahrscheinlich die ersten Monate alleine in meinem Zimmer sitzen werde. Wenn ich darüber (auf Facebook) rede, werde ich zu meiner Freude oft geliket. Meine „Freunde“ lästern dann gerne in der Kommentarspalte über die Oberflächlichkeit und Sinnleere von Facebook. Aber warum ist mir Facebook dann so wichtig? Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Darüber sollten wir reden, Was wir tun können

Wir Fleischesser sind Schweine!

Venison_SteaksWer Fleisch isst, insbesondere Fleisch aus Massentierhaltung, hat einige Jahre Fegefeuer verdient. Ich gehöre zu diesen schlechten Menschen. Leider finde ich keine Argumente, die das Essen von Tieren auch nur annähernd rechtfertigen könnten. Die menschliche Natur? Die menschliche Natur ist die, dass wir uns recht viel selbst aussuchen können, u.a. ob wir Tiere essen oder nicht. Zumindest dann, wenn ich in einem reichen Land leben, in dem es genügend Ersatz gibt. Falls ich doch merken sollte, dass ich durch fehlenden Fleischkonsum blutarm werde oder ähnliches, (was mir dann ungefähr so sehr schaden würde, wie die ganzen Giftstoffe, die in dem Lidl-Fleisch, Weiterlesen

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Darüber sollten wir reden, Was wir tun können

Der Kampf ums Sagbare

(Der Artikel ist inzwischen im Migazin erschienen. http://www.migazin.de/2015/02/11/sprechtabus-der-kampf-ums-sagbare)

– Schleichende Enttabuisierung als rechte Strategie im Kampf ums nationale Erwachen

„Thilo Sarrazin030709“ von Nina Gerlach Nina - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Thilo_Sarrazin030709.jpg#/media/File:Thilo_Sarrazin030709.jpg

Foto: Wikipedia

Rassistische Ideen und ihre Freunde gibt es schon lange. Was macht dann die Pegida-Demonstrationen so besonders? Es ist kaum anzunehmen, dass es heute viel mehr Rassistinnen und Rassisten gibt. Seit Jahren belegen die „Mitte-Studien“, bei denen rechtsextreme Einstellungen in Deutschland gemessen werden, fast durchgehend das Gleiche: Rund ein Viertel aller Deutschen glauben, dass Deutschland durch Ausländer in gefährlichem Maß überfremdet ist (1).
Der Unterschied ist der: In früheren Jahren traute sich nur ein relativ harter Kern, öffentlich seinen Rassismus zu zeigen. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Antisemitismus

Anleitung zur sexuellen Unterwerfung (Teil I)

-> Lektion 1: Freiwilligkeit. Warum paradoxerweise Freiwilligkeit und Vertrauen das Fundament des Spiels mit sexueller Unterwerfung sind.

Bild: Wikimedia Commons

Bild: Wikimedia Commons

Neulich plante ein berühmt-berüchtigter „Pick-up Artist“, nach Berlin zu kommen, um Männern Techniken beizubringen, mit denen sie Frauen willig machen könnten. „The Claw“, heißt eine dieser Techniken, bei der das jeweilige „Objekt“ mit dem Arm umschlungen, an den Mann herangezogen und erst wieder losgelassen wird, wenn sie sich nicht mehr wehrt.
So zu handeln ist aus drei Gründen falsch: Zum einen ist es verachtenswert. Zum anderen riskiert der jeweilige Mann schwer verletzt zu werden, denn die (legitime) Reaktion der jeweiligen Frau kann sein, aggressiv Schwachstellen wie Augen, Hoden oder Finger anzugreifen und zu verletzen.
Der dritte und zentrale Denkfehler ist die Vorstellung, dass es der Herzenswunsch aller Frauen sei, unterworfen zu werden (1). Weiterlesen

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Macht, Sex, Was wir tun können

Kondensstreifen des Todes

(Das Stück wurde ursprünglich für die Vice geschrieben. Die dazugehörigen Fotos fehlen vorerst)

Die „Kondkondensstreifenensstreifen“, die von Flugzeugen in der Luft hinterlassen werden, sind absichtlich angereichert mit hochgefährlichen Chemikalien. Das behaupten zumindest einige Leute, die am Samstag in Berlin eine Kundgebung abgehalten haben. Über die Gründe sind sie sich uneins. Manche sprechen von militärischen Zwecken, andere von Geoengineering, wieder andere von Bevölkerungsreduktion. Das Umweltbundesamt nennt diese Vorwürfe „reine Fiktion“. Auch von „Verschwörungstheorien“ wird gesprochen. Aber das kenne ich schon aus „Akte X“: Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Antisemitismus, Unkluge Verschwörungstheorien

Antisemitismus ohne Juden

Montagsmahnwachenorganisator Lars Mährholz meinte neulich: Woran liegen alle Kriege in der Geschichte in den letzten 100 Jahren? Und was ist die Ursache von allem? Und wenn man das halt alles ‘n bisschen auseinander klamüsert und guckt genau hin, dann erkennt man im Endeffekt, dass die amerikanische Federal Reserve, die amerikanische Notenbank – das ist eine Privatbank, dass sie seit über hundert Jahren die Fäden krakeauf diesem Planeten zieht”. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Antisemitismus

Kant buy me Love

kant67na259wk85gosblar3fTipp für die Jugend: Immer etwas von Kant dabei haben. Ideal sind dabei die signalgelben Reclamhefte. Sie fallen auf, signalisieren dennoch die edle Lust am Denken, ganz ohne die Angeberei, die mit schweren, raumgreifenden Wälzern verbunden ist. In der Bahn erntet man bewundernde Blicke, wenn man so tut, als würde man darin lesen. Beachte: Die Augenbrauen dabei genervt zusammen ziehen, als würde man mit dem Herrn Kant ganz und gar nicht übereinstimmen. Nicht vergessen, die Augen dabei schnell hin und her zu bewegen. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Geschichten, Liebe, Macht

Medea

(angelehnt an das antike Drama „Medea“)

Bild: Wikimedia Commons

Bild: Wikimedia Commons

„Er ist mir egal!“ Medea blickte mit weit aufgerissenen Augen ins Leere. Ohne dass sie ihre Lieder schloss, trat ein eine einzelne Träne hervor, kullerte langsam an ihren schrecklich dunklen Augenringen vorbei. Dann verfing sie sich in einer Falte, die wie mit dem Bügeleisen an der Nase vorbei gezogen schien. Julia, die Medea kerzengerade, mit eng an den Körper gepresst Armen gegenübersaß, starrte auf diese Träne und die Bügelfalte. Mit saurem Magen grub sie in einer tiefen, dunklen Kiste voller Medea-Erinnerungen, wann diese Falte entstanden war.

Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Geschichten, Liebe

Düsenjäger im Trickster

duesenjaeger-0f9d429d-bb05-4dd6-8765-98f226ec4531Diesen Samstag spielten zwei Bands im Trickster1. Die erste hieß Kunstkacke, und machte ihrem Namen große Ehre. Ihr wisst ja alle, was Kunstkacke ist. Das ist, wenn Leute disharmonisch und unrhythmisch kopflastigeTöne und Klänge machen, die niemanden wirklich berühren. Was ich schade fand war, dass die Zuschauenden ein bisschen ehrfürchtig auf einen emotional-elektrischen Stromschlag warteten. Das wäre aber nach meiner Defintion keine Kunstkacke mehr, sondern emotionale Kunst. Kunstkacke muss Spaß machen. Man darf zum Beispiel Dinge hineinrufen, wie „Ja, Mann!“, oder „BraVO!“. Bei „BraVO!“ muss die letzte Silbe betont werden, sonst ist es keine Kunstkacke. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Geschichten, Was wir tun können

Elendsblicke

220px-Hasenheide-Moschee-18780030-a-Mario_DuhanicErst zog ich meine verschwitzte Turnhose aus. Dann die Unterhose. Nackt legte ich mich auf die Nacktenwiese des Volksparks Friedrichshain. Die Sonne strahlte warm auf meine Genitalien. Ich war froh, dass nur vereinzelt Leute herumlagen. Ich roch sicher bestialisch nach Schweiß. Gerade hatte ich mein tägliches Dreistundentraining absolviert: Meine derzeitige Methode, mit der Sehnsucht nach Sex klar zu kommen.
Seit 14 Monaten hatte ich keinen Sex mehr gehabt. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Geschichten, Macht, Sex

Der Superhetero

– Warum Machismus pervertierte Homosexualität ist, und nicht umgekehrt

Washington_Monument_Dusk_Jan_2006Wie ein wilder Stier vögelte er sie. Im Rhythmus des Testosteronrausches drängte seine Hüfte zwischen ihre Beine, seine Arschmuskeln, lang und prall, fühlten sich an, als könnten sie jeden Feind verdrängen und notfalls töten, als wäre so viel Kraft darin, dass er er sie bis in ihr Wesen hinein befruchten würde. Ihre Weichheit kontrastierte seine Männlichkeit. Sein Penis, groß und heiß und prächtig, bäumte sich in ihr auf und zeigte seine Macht. Er zwang ihre Beine nach oben, leckte an ihren Füßen, während er jeden geilen Muskel seines Körpers spürte, sein Schwanz im rechten Winkel zu seinen Bauchmuskeln, die Haare auf seinem Bauch brüllten von dominanter Männlichkeit.
Er ergoss sich in ihr wie eine Naturgewalt. Er war so geil!

Beim Rausgehen warf er ihr 40 Euro auf die Hochwasserjeans mit Glitzerzeug, die auf dem Plastikstuhl lagen. Weiterlesen

2 Kommentare

Eingeordnet unter Feminismus, Geschichten

Im Fallen

Seine Ohren platzten fast von dem Druck, der beim Fallen entstand. Aber das erste Entsetzen war vorbei, das seinen Körper steif wie ein Brett gemacht hatte, das ihn dazu gebrachte hatte, die Augen panisch und mit aller Kraft zusammenzukneifen, die Schultern dabei so hart wie Stein an die Ohren gepresst, die Arme vor sich ausgestreckt, als hätte er damit seine Landung abfangen können. Er fiel schon so lange. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Geschichten

Liebe als Religion

– Die romantische Liebe ist tiefreligiös. Das macht sie so intensiv, aber auch so verderblich.

t6cf4d9_Romantische-Liebe-a23548508

Zumindest wenn wir verliebt sind, glauben wir gerne daran, dass zwei Menschen füreinander bestimmt sind. Aber könnten wir dann nicht gleich wieder an Kobolde im Wald glauben, die mit uns ihren Schabernack treiben? Müsste es, wenn man Vorbestimmung zu Ende denkt, nicht eine riesenhafte Organisation von Engeln oder Feen oder anderem unendlich freundlichem Gelichter geben, die sich verbünden und zusammenarbeiten, nur um uns zusammenzubringen? Eine weitere, wunderschöne romantische Idee ist die, dass man sich pränatal irgendwo im Himmel oder in den Sternen verabredet hat, um sich auf der Erde zu treffen um nun endlich Ganz zu werden. Auch Erlösungsvorstellungen sind stark verbreitet: „I thought you where the one to save me“ sang einmal Jim Croce. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Liebe

Mahnwachenkritik zwischen kuscheln und bashen

Der öffentliche Streit um die Montagsmahnwachen tobt derzeit so hart, dass er Facebookfreundschaften zerstört. Und es wird zu Recht gestritten: Die Wikipedia-Artikel zu strukturellem und sekundärem Antisemitismus sollten mit einem Bild des unter Mahnwachlern beliebten Dauerredners Ken Jebsen illustriert werden. Redner Andreas Popp, der ebenfalls standfest verteidigt wird, verbreitet das Bild eines biologisch gewachsenen Volkes, das verzweifelt ums Überleben kämpft, und Elsässer, der allerdings inzwischen als Sprecher ausgeschlossen wurde, vertritt rassistische und heterosexistische Ansichten. Das eigentliche Problem sind aber nicht die Redner, sondern die Zähigkeit, mit der sie auf Internetforen und auf der Straße verteidigt werden – Nicht die Einzelnen, die gefährlichen Unsinn reden, sondern die Vielen, die folgen. Weiterlesen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Was wir tun können